Es gibt Menschen, von denen will man keine E-Mails bekommen.
Nicht, weil man sie nicht mag, oder weil so viel drin steht, sondern,
weil sie so vage sind.
Viele E-Mails sind so unklar verfasst, dass man hin-und hermailen muss, um herauszufinden, worum es überhaupt geht. Eigentlich sind E-Mails eine fantastische Möglichkeit, Informationen schnell zu übermitteln. Aber in der Realität entpuppen sie sich als Zeitfresser.
Dieser Satz ist aus einem Interview mit David Shipley in der FTD.
David Shipley betreut als Redakteur die Kommentarseiten der New York Times. Da bearbeitet man schon einige Mails am Tag. Und weil er immer noch täglich Ärgerliches in seinem Posteingang findet, schrieb er einen E-Mail-Knigge.
In meinem kleinen Buch habe ich der Netiquette beim Schreiben von E-Mails ein Kapitel gewidmet, und es bestätigt mich, dass andere Autoren die Dinge ähnlich sehen. Bitte lesen Sie deshalb dieses Interview mit David Shipley und denken Sie dann ein bisschen über Ihre eigenen Mails nach.
PS: Es gibt natürlich auch eine Website dazu: Think before you send






Mittlerweile bin ich auch zusehends von Emails genervt. Wie gesagt: eigentlich ne tolle Sache. Und so einfach. Schnell mal was verschicken. Aber ob es auch ankommt? Mail hat ja auch keine Funktion “Empfangsbestätigung”. Obwohl das auch eigentlich albern ist, da der Empfänger ja nicht verpflichtet ist, die Bestätigung zu senden.
Ich habe in letzter Zeit die “Message” Funktion in Basecamp schätzen gelernt. Der Diskussionsverlauf hat eher etwas von einem Chat, man kann Dateien anhängen usw. Man muss sich nur darauf einigen, dass alle Diskussionsteilnehmer konsequent auf Emails verzichten. Und das ist das Schwierigste daran…
Genau. Und andere können mitlesen, die Anhänge nutzen und selbst mitkommentieren.
Ich mag Basecamp auch sehr. Aber es ist manchmal schwer, den Nutzen zu vermitteln, vor allem, wenn es nicht mal in Deutsch erhältlich ist.
Leider sind die Leute von 37signals entweder zu arrogant oder zu bequem, die Anwendung in einer anderen Sprache als Englisch zur Verfügung stellen – und eine vergleichbare deutsche/französische/italienische/georgische/russische/… Lösung habe ich bisher noch nicht gefunden.
@Hans
eine andere Lösung habe ich bisher auch nicht gefunden und würde das auch eigentlich gar nicht wollen, da die Lösungen von 37signals schon so tief in meinem Arbeitsalltag verwurzelt sind, dass ein Umstieg sehr mühsam wäre.
Hast du denn schon mal versucht Kontakt mit 37signals aufzunehmen? Ich habe bisher eine Mail an den Support geschrieben, mit der Frage einer Lokalisierung. Auf eine Antwort warte ich bis heute…
Aber ich denke, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist. Und die Jungs (und Mädels) von 37signals sind ja bekannt dafür keine Feature-Vorschau zu bieten.